 Zur Feier des 1. Mai, sehr bedeutungsvolles Datum für die Welt der Arbeit, bekräftigt der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer (WBCA) seine Solidarität und Gemeinsamkeit mit allen Frauen und Männern, die im Augenblick gravierende Ungerechtigkeiten an ihren Arbeitsplätzen erleiden. Aktuell sehen sie sich prekären Arbeitsbedingungen, massiver Arbeitslosigkeit, Ausbeutung und Unterdrückung unterworfen als Konsequenzen eines kapitalistischen Modelles in das die neoliberale Wirtschaft die Auffassung von Arbeit verwandelte. Die ArbeiterInnen, Schöpfer des Reichtums durch ihre Arbeit und Miteigentümer des Gewinnes durch die Produktion, wie es Johannes Paul II in seiner Enzyklika „Laborem Exercem“ erklärt, werden von den Unternehmen lediglich auf der Grundlage des Profites bewertet, den sie erbringen. In Zeiten der Rezession oder der Restrukturierung sind die Arbeitnehmer die ersten die ohne jedes Erbarmen entlassen werden, ohne Rücksichtnahme auf ihre Rechte und unter Missachtung ihrer Würde.
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“Zukunft gestalten für eine solidarische Welt”-das war das Motto der letzten Generalversammlung der WBCA. Um dieses Motto umzusetzen, ist eine Analyse der gegenwärtigen Lage hilfreich. An diesem 8. März, dem internationaler Tag der Frau, wollen wir uns besonders auf die Situation der Frauen aus der Landbevölkerung Nicaraguas konzentrieren.
Diese Frauen, die in den armen Landregionen außerhalb der Städte leben, leiden oft unter den unsicheren Zuständen im Land, sind weder in den Straßen noch in ihrem eigenen Haus vor Gewalt sicher. Frauen, die keinen Grund haben, den 8. März zu feiern. Frauen, die halb so viel verdienen wie Männer, nur, weil sie Frauen sind. Zwangsverpflichtete, die sich sexuell ausbeuten lassen müssen, damit sie einen Arbeitsvertrag bekommen, misshandelt, erniedrigt, benutzt, ermordet, Frauen, gefangen in einer patriarchalischen Gesellschaft.
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Sie sind vorwiegend jung. Man kann sie in der Nähe der Bahnhöfe oder in den Warteschlangen vor den Präfekturen und anderen Behörden sehen. Sie fragen nach Informationen, um sich zu orientieren, über Unterkunft, um Essen zu bekommen. Die Unkenntnis der Landessprache verlangt große Anstrengungen, um sich verständlich zu machen, und es gibt zu Wenige, die sich die Zeit nehmen anzuhalten, um ihre Fragen zu beantworten. Wenn jedoch ein Dialog entsteht, Vertrauen die Angst ersetzt, ein wenig Geschwisterlichkeit gelebt wird, ist Alles möglich und Jede/r gewinnt. Über wen reden wir? Sie ahnen es sicher, es sind die Migranten.
Die WBCA möchte in ihrem 4-Jahres-Plan, beschlossen im Oktober 2009 in Nantes und in den Kontinentalseminaren bearbeitet, für und mit Migranten neue Perspektiven eröffnen. Angesichts der Mauern, tatsächliche und auch innere Mauern, die man weiterhin baut, bietet sie sich an, Brücken zu bauen. Sie verkündet, dass ein neues Zusammenleben möglich ist und bietet ihren Mitgliedern Mittel, wirkliche Geschwisterlichkeit aufzubauen.
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AUFRUF ZUM ERSTEN MAI DEM INTERNATIONALEN TAG DER ARBEITER 2011: Den Migranten Würde geben
 Ob man Opfer einer Erdbeben-, Flut-, und Nuklearkatastrophe ist, wie derzeit zahllose Menschen in Japan, ob man als junger Mensch keine Zukunftsperspektive sieht, wie in verschiedenen arabischen Ländern, oder ob wegen politischer Unterdrückung das Leben unerträglich wird, wie in der Elfenbeinküste und in vielen anderen Ländern: es gibt zahlreiche gute Gründe, sein Herkunftsland zu verlassen und Aufnahme woanders zu suchen.
Die Menschen, die dies tun, machen sich ihre Entscheidung niemals leicht. Sie bedeutet die Trennung von Familienangehörigen und Freunden und vielen vertrauten Lebensumständen, die einen bis zu dem Moment, wo man das eigene Land verlässt, dort gehalten haben. Diese Entscheidung ist oft der Tausch von etwas Unerträglichem gegen etwas zutiefst Unsicheres.
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 An diesem 8. März 2011 lädt die Bewegung christlicher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jede Frau ein, sei sie mit oder ohne Arbeit, sei sie Migrantin, im Ehrenamt tätig oder pflegende Angehörige, in informeller oder illegaler Beschäftigung, diesen internationalen Tag zu feiern, der die einzigartige Bedeutung der Frauen anerkennt.
Die Hälfte der Menschheit besteht aus Frauen. Sie sind unersetzlich für das Wohlergehen der Menschen, für ihre kulturellen, sozialen, spirituellen, ökonomischen und politischen Bedürfnisse.
Seit mehr als 100 Jahren ist dieser Tag dem Widerstand und dem Kampf der Frauen gegen jede Art von Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Gewalt gewidmet. An jedem 8. März wird an den historischen Kampf der Textilarbeiterinnen in den USA gedacht. Sie haben für gerechtere Arbeitsbedingungen gestreikt, 129 von ihnen kamen bei dem Brand ihrer Fabrik, der von den Ordnungskräften ausgelöst wurde, ums Leben.
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