| Weltfrauentag 2011 |
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An diesem 8. März 2011 lädt die Bewegung christlicher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jede Frau ein, sei sie mit oder ohne Arbeit, sei sie Migrantin, im Ehrenamt tätig oder pflegende Angehörige, in informeller oder illegaler Beschäftigung, diesen internationalen Tag zu feiern, der die einzigartige Bedeutung der Frauen anerkennt.Die Hälfte der Menschheit besteht aus Frauen. Sie sind unersetzlich für das Wohlergehen der Menschen, für ihre kulturellen, sozialen, spirituellen, ökonomischen und politischen Bedürfnisse. Seit mehr als 100 Jahren ist dieser Tag dem Widerstand und dem Kampf der Frauen gegen jede Art von Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Gewalt gewidmet. An jedem 8. März wird an den historischen Kampf der Textilarbeiterinnen in den USA gedacht. Sie haben für gerechtere Arbeitsbedingungen gestreikt, 129 von ihnen kamen bei dem Brand ihrer Fabrik, der von den Ordnungskräften ausgelöst wurde, ums Leben. Warum feiern wir den Weltfrauentag? - Der Kampf wird auf allen Kontinenten geführt, nicht allein um die Arbeitsbedingungen zu verbessern, sondern auch für die Verbesserung der Lebensbedingungen und für das nackte Überleben, gerade im Angesicht der jüngsten Naturkatastrophen(Dürre, Erdbeben, Überschwemmungen) und der von Menschen ausgelösten Ereignisse (Bürgerkriege, Ölkriege, Diktaturen etc.), dem Entzug der Redefreiheit, die oft Machtmissbrauch nach sich zieht: Folter, Gefängnis, und zum Schluss die massive Migration
- Frauen verlieren ihre Ängste und können mittlerweile auf die Solidarität anderer Frauen in allen Kontinenten zählen, um ihre Forderungen durchzusetzen, wie es der 3. Welt-Marsch der Frauen bewiesen hat, der in Quebec im Oktober 2010 zu Ende ging
- Frauen stehen auf, verbünden sich, verteidigen und behaupten ihre Rechte: in Afghanistan besuchen junge Mädchen die Schule, trotz aller Bedrohungen.
- Sie wissen, dass alte Bräuche, Kultur, Tradition, Politik und Religion oft als Alibi dienen, um alles beim Alten zu lassen und die Unterdrückung aufrechtzuerhalten: Steinigungen im Iran, Nigeria
- Immer mehr Frauen engagieren sich in der Solidar-Wirtschaft: ‘Tontines’ (Sparvereine, in einigen afrikanischen Ländern), Mikro-Kredite in Bangladesh, Aufbau von Genossenschaften im Handwerk, in der Landwirtschaft, in der Rohstoffumwandlung, Genossenschaften der Markt-Verkäuferinnen, der Fischer-frauen, Alphabetisierungs-Kurse und Kurse zur Berufsausbildung
- Arbeiterinnen kämpfen für die Lohnparität: so in Quebec im öffentlichen Dienst - Sie prangern die Gewalt an, die ihnen ebenso wie ihren Kindern widerfährt: Gewalt in Haiti, an jungen Mädchen auf allen Kontinenten. Frauen wollen nicht Kinder zur Welt bringen, um sie als Soldaten, Haussklaven oder in den Plantagen missbrauchen zu Slassen. In Vancouver helfen ex- Prostituierte diesen Frauen, ihre Würde wiederzufinden
- Sie üben ihre Wahlrechte trotz Bedrohungen aus: Volksabstimmung im Sudan, in Kenia, die Wahl auf Haiti: eine Frau auf dem ersten Listenplatz in der ersten Runde für die Präsidentenwahl
- Frauen engagieren sich in den Gewerkschaften (in Honduras und Nicaragua, in Familienkindergärten in Quebec), in Parteien und sie haben mittlerweile immer öfter hohe politische Verantwortung. In Brasilien wurde eine Frau der Arbeiter-Partei zur Präsidentin des Landes gewählt
- Weder Bedrohungen, Haftstrafen, oder Folter hält sie davon ab, die Demokratie zu verteidigen: in Myanmar führt eine ehemalige Präsidentschafts-Kandidatin, jahrelang unter Hausarrest und schließlich befreit, ihren Kampf fort. In China kämpft eine Frau für die Befreiung ihres Ehepartners, Träger des Friedensnobel-Preises
- Frauen aus Europa, aus Asien kümmern sich in Rechtsanwaltsassoziationen um Personen ohne Ausweise, um die Unterbringung der WanderarbeiterInnen und um Hilfe für ihre Integration (Alphabetisierung, etc.)
Es ist kein Krieg der Geschlechter In ihren täglichen Kämpfen und Aktioen solidarisieren sich die Frauen und sprechen die wahren Ursachen an. Es ist kein Krieg der Geschlechter, sondern ein Kampf gegen Individualismus, Ausbeutung, das Anhäufen von Reichtümer einer kleinen Elite, ein Kampf gegen ein politisches und wirtschaftliches System, das die menschliche Würde verhöhnt und das gemeinsame Erbe ignoriert und gegen die Menschenwürde ist. Die Frauen erkennen, dass ihr Ehepartner, Vater, Bruder, Freund, religiöse Führer auch aktive Mitglieder der menschlichen Familie sind, und ebenfalls berufen sind, wie die Frauen, günstige Bedingungen zu schaffen, wo die Würde jeder Person heilig ist, die Anerkennung der Menschenrechte und die Persönlichkeitsrechte nicht mehr umkehrbar sind. Es ist ein langer, täglicher Kampf, den die Frauen führen und es erfordert ihren ganzen Mut, die Fesseln der Tradition zu sprengen, Einstellungen und Vorurteile zu ändern, damit ihre Rolle in der Gesellschaft anerkannt wird.
Schon vor einigen tausend Jahren haben die Autoren der Bibel ihren Blick auf den Menschen beschrieben. Ohne die wissenschaftliche Forschung in Abrede zu stellen, so bleibt doch dieser Gedanke der großen Religionen auf allen Kontinenten: „Als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, Gen 1,27-28. Sie sind verschieden, aber gleich in ihren Rechten und in ihrer Verantwortung. Diese Einsichten sind wichtig, der Weg ist lang, und nicht ohne Stolpersteine. Es ist notwendig, Offenheit zu schaffen für alle diejenigen, die Angst haben oder unentschlossen sind, so bei Männern, die eine Partnerschaft wünschen. Frauen und Männer sind vor Gott gleich, teilen dieselben Ängste und Hoffnungen. Sie müssen gemeinsam solidarisch vorangehen, Seite an Seite, um das tägliche Leben in Menschlichkeit zu meistern.
Das Generalsekretariat der WBCA
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An diesem 8. März 2011 lädt die Bewegung christlicher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jede Frau ein, sei sie mit oder ohne Arbeit, sei sie Migrantin, im Ehrenamt tätig oder pflegende Angehörige, in informeller oder illegaler Beschäftigung, diesen internationalen Tag zu feiern, der die einzigartige Bedeutung der Frauen anerkennt.