Zeitschrift INFOR

In einem Kontext, in dem sich der Klimawandel verschärft und das soziale, wirtschaftliche und ökologische Gleichgewicht stört, spielen Frauen eine wesentliche Rolle bei der Förderung nachhaltiger Veränderungen. Da sie oft an vorderster Front mit den ökologischen Auswirkungen konfrontiert sind und täglich Ressourcen wie Wasser, Nahrung oder Land verwalten, verfügen sie über wertvolles Wissen und wichtige Handlungsmöglichkeiten. Ihre Beteiligung an Entscheidungen und ihre Führungsrolle sind unverzichtbar, um wirksame, inklusive und an die lokalen Gegebenheiten angepasste Klimastrategien zu entwickeln.
In vielen Regionen der Welt sind Frauen stärker von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Soziale Ungleichheiten, wirtschaftliche Unsicherheit oder eingeschränkter Zugang zu Ressourcen verstärken ihre Verletzlichkeit. Dennoch sind sie für wesentliche Aufgaben wie die Wasserbewirtschaftung, den Anbau von Nutzpflanzen oder die Ernährungssicherheit verantwortlich. Angesichts von Dürren, Bodenverschlechterung oder Ressourcenverknappung entwickeln sie innovative Lösungen zum Schutz ihrer Gemeinschaften. Ihr Wissen über lokale Ökosysteme und ihre Anpassungsfähigkeit machen sie zu wichtigen Akteuren im Kampf gegen den Klimawandel.

Von der Erfindung des Rades zur Künstlichen Intelligenz
Die Geschichte lehrt uns, dass jeder menschliche Fortschritt von Unsicherheit begleitet war. Als das Rad erfunden wurde, wurde es nicht sofort als Symbol des Fortschritts gefeiert. Es bedeutete eine Veränderung: etwas Unbekanntes, das die Gewohnheiten infrage stellte. Das Rad ersetzte nicht die menschliche Anstrengung; es verstärkte sie. Es beseitigte keine Arbeitsplätze; es machte die Arbeit einfacher, schneller und produktiver.
Heute stehen wir an einer ähnlichen Weggabelung mit der Künstlichen Intelligenz (KI).
Wie das Rad in der Antike wird die KI oft missverstanden. Viele sehen in ihr eine Bedrohung, die Menschen ersetzen, Arbeitsplätze vernichten und Lebensgrundlagen zerstören könnte. Doch wenn wir die Geschichte betrachten, erkennen wir ein anderes Muster: Werkzeuge existieren nicht, um die Menschheit zu ersetzen, sondern um die menschlichen Fähigkeiten zu erweitern.
Das Rad ermöglichte den Transport von Gütern über große Entfernungen mit weniger Aufwand. Es verringerte die körperliche Belastung und erleichterte Handel, Kommunikation und Wachstum. Ganze Volkswirtschaften wurden auf seiner Nutzung aufgebaut.
KLIMANOTSTAND, JETZT HANDELN!
In vielen religiösen und spirituellen Traditionen wird der Mensch als Geschöpf Gottes, aber auch als Partner in der Schöpfung gesehen. Ausgestattet mit Bewusstsein, Sprache, Freiheit und Kreativität ist der Mensch nicht nur dazu berufen, in der Schöpfung zu leben, sondern sie zu pflegen, zu fördern und zu bewahren. „Füllt die Erde und macht sie euch untertan“ (Genesis 1,28) erinnert uns an unsere Mission, unsere Verantwortung besser wahrzunehmen und nicht zerstörerisch zu herrschen. Der Mensch wird so zum Schöpfer und Mitschöpfer.
- INFOR Juni 2025: "Menschliche würde: ein täglicher kampf"
- INFOR März 2025: "Informelle Arbeit in der Pflegewirtschaft für die Betreuung von Kindern und älteren Menschen"
- INFOR Juli 2024: "Gesundheit und Sicherheit am Arbeitplatz
- INFOR Oktober 2024: "Unser Kampf gegen eine unmenschliche Politik"
- INFOR Juni 2021: "Telearbeit und digitales arbeiten"
- INFOR Oktober 2021: Bilanz der Kampagne der "drei T" oder BWA: Boden, Wohnung und Arbeit
- INFOR Februar 2022: Weltweite ungleichheiten und arbeitslosigkeit
- INFOR Juni 2022: Globalisierung
- INFOR Oktober 2022
- INFOR - Generalversammlung - Lourdes 2023
- INFOR April 2024: "Prekarität mit vielen gesichterns"
- Vor allem anderen das Leben: Spezielle INFOR - Dezember 2020
- INFOR Sonderausgabe zu 50 Jahren WBCA-Geschichte
- INFOR Regiestrierung
- INFOR Januar 2012
- INFOR Juli 2012
- INFOR Marz 2013
- INFOR Dezember 2013
- INFOR Juli 2014
- INFOR Januar 2015
- INFOR Juni 2015
- INFOR Januar 2016
- INFOR Juli 2016
- INFOR Februar 2017
- INFOR Februar 2011
- INFOR November 2017
- INFOR Juni 2018
- INFOR Oktober 2018
- INFOR Februar 2019
- INFOR Juni 2019
